облако

СЕTИ

Howto repair a slotted waveguide antenna

Zwischen Weihnachten und Neujahr ist es passiert. Die User eines Access Points unseres Vereins in Magdeburg Süd hatten plötzlich kein Internet mehr. Bei Temperaturen unter Null Grad ist es sehr gefährlich auf dem Dach eines Fünfzehngeschossers. Vereiste 5 Meter hohe Leitern sind nicht lustig. Da sitzt man da oben auf der höchsten Spitze des Hochhauses und hat nichts übrig für das 360-Grad-Panorama über das nächtliche Magdeburg, denn man versucht fluchend den Trackpoint des Thinkpads mit einem eiskalten Zeigefinger zu bedienen. Denn nachdem die Fehlersuche am Access-Point und dessen WLAN-Karte nichts gebracht hat, wollten wir draußen das Kabel und die Antenne begutachten. Mit der Orinoco-Gold im Laptop empfing ich hier oben mehr als 25 WLANs, aber als ich die Slot-Antenne unseres APs anstöpselte war Ruhe – kein einziges Netz war zu hören. Das Antennenkabel schien in Ordnung, also musste die Antenne ein Problem haben. Wir demontierten sie und schleppten sie erst einmal ins Warme. Sylvio war schon dabei, bei einem großen internationalen Auktionshaus nach Ersatz zu suchen, doch uns beide interessierte auch die Funktionsweise der Antenne und vor allem was an dem Teil kaputt gehen kann. Also entschloss ich mich, sie mit nach Hause zu nehmen. Jetzt war die Antenne endlich aufgetaut und man hörte ordentlich Wasser drinnen plätschern. Nun begann ich sie zu demontieren.

Slot-Antenne, Wetterschutz entfernt

Zuerst einmal den Wetterschutz mit einem scharfen Cutter entfernen. Hier erkennt man nun die Öffnungen, durch die die Funkwellen aus dem Gehäuse austreten. Diese Antenne hat diese Öffnungen an zwei Seiten – strahlt also nach vorne und hinten. Dabei ist sie horizontal polarisiert.

Buchse mit Trichter, demontiert

Der freigelegte Trichter und der Bodenreflektor standen unter Wasser, so konnte die Antenne nicht mehr funktionieren. Das Entfernen des Wetterschutzes brachte wenig, aber ich konnte so die ca. 200ml Wasser herauslassen. Meine nächste Vermutung war, daß irgend etwas an der Buchse durch das Wasser abgegammelt war, deswegen bohrte ich die 4 Nieten auf, mit denen die Buchse befestigt ist. Zu meiner Überraschung ist an der Buchse hinten ein Trichter angelötet der seine Öffnung zum Antennenboden hat und so langsam wurde mir die Funktion der Antenne bewusst. Über das Antennenkabel und den Trichter werden die Wellen ins Innere der Antenne geleitet, vom Bodenreflektor und nach oben reflektiert. Das Antennengehäuse können die Wellen nur durch die Schlitze verlassen.

Trichter, gereinigt und lackiert

Da der Trichter stark angegammelt war habe ich ihn vorsichtig mit dem Dremel bearbeitet. Frisch poliert und mit Schutzlack konserviert sollte er wieder eine Weile seinen Dienst verrichten.

Entfernen der Klebereste

Das Entfernen der stinkenden Klebereste dauerte am längsten an der ganzen Aktion. Hier half keine Chemie, kein Spachtel und auch nichts anderes. Nur mit den Daumen konnte man die Reste des doppelseitigen Schaumgummi-Klebebands einigermaßen abbekommen. Nach 3,5 Stunden und 2 schmerzenden Daumen später war die Antenne wieder sauber.

Silikon zum abdichten

Da ich nicht meterweise vernünftiges Klebeband vorrätig hatte, entschied ich mich zur Silikonkartusche zu greifen. Nicht zu sparsam aufgetragen, damit es auch 100% dicht wird. Schließlich soll es ja wieder eine Weile halten.

Wieder dicht und einsatzbereit

Zum Schluß habe ich noch um den wieder aufgesetzten Wetterschutz noch beidseitig eine Silikonnaht gezogen – sicher ist sicher. Auf dem Bild sieht man, daß ich den Wetterschutz anders herum aufgesetzt habe, so habe ich mir das entfernen der Klebereste gespart. Und auf dem Dach eines 15ers geht es zum Glück nicht um Optik. 😉

Für die Anschlußbuchse habe ich in die Löcher der Nieten Gewinde geschnitten und die Buchse mit Schrauben befestigt. Hier ist unbedingt darauf zu achten, daß die Schrauben nicht zu weit in das Gehäuse ragen, damit sie nicht die Reflektion der Wellen stören. Auch um die Buchse habe ich noch Silikon gezogen.

Nun ist die Antenne wieder dicht und kann wieder montiert werden. Dazu gibt es noch etwas Text und ein paar Bilder in einem anderen Blog-Eintrag.

US

4 Kommentare zu “Howto repair a slotted waveguide antenna”

  1. Volvette sagt:

    oh, mann! als elektrischer dillettant mein schwerster respekt vor leuten, die davon ahnung haben! aber auch ich hätte mich wohl in dieser situation für die silikonkartusche entschieden, wenn ich sie denn statt dem ohnehin nicht mitgeführten klebeband dabei gehabt hätte! aber spätestens beim gewindeschneiden wäre ich gescheitert und hätte entnervt aufgegeben!
    so bleibt also nur ehrfürchtig festzustellen, dass ich jetzt auch das logo von GORSVET verstehe und das tun des owners dieser seite in unbekannten welten außerhalb des geocacher-universums für gewisse bewunderung der dort ausgeführten heldentaten sorgt!

    elktrische grüße nach Gerwisch! 😉

  2. spamade sagt:

    Nein, nicht zur Antenne nur zum Hochhaus ein Kommentar: Ich bin selber in so einem aufgewachsen, den den sie dann als ersten abgerissen haben… Und nun kommts. Das Ding hat zwar nur 15 Fahrstuhletagen aber tatsächlich 16 Etagen ;o) Neben Deiner Antenne ist die 16. die damals Kinderreiche innerhalb der Wohnung durch eine Treppe in der Stube erreichen konnten.

    Gruß Stephan

    PS: Tolle Anleitung! Wir brauchen für unseren Richtfunk leider meistens mehr Platz und suchen begehrte alte Blechkisten die zu DDR-Zeiten Stromverteiler waren, und ja das gute alte Wasser…

  3. dsnxuxator sagt:

    Hi man: where is pointing the cone, downstairs or upstairs inside the waveguide? Tnx

  4. Daniel sagt:

    Damn, it is quite a long time ago! I think the open end is pointing downwards. On some webpages tey talk about a bottom reflector, so I think it is pointing to the bottom. But there also other versions with a straight cone as you can see here and here

Kommentieren