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Intercamp 355 – Bastelprojekt auf 2 Rädern

Wie schon in meinem letzten Quadrocopter-Beitrag angekündigt, habe ich mich im November letzten Jahres für ein neues Projekt entschieden. Es ist ein Wohnwagen. Er ist 33 Jahre alt. Er ist aus der DDR. Und er hat mit einem Quadrocopter rein gar nichts gemeinsam. Na gut, Geld kan man prima in beide stecken. 😉 Für einen tagebuchartigen Bericht wie beim Copter fehlte mir die Zeit und auch die Lust. Trotzdem möchte ich hier gern über ein paar Arbeiten am Wohnwagen schreiben und ein paar Bilder zeigen.Zuerst einmal ein wenig Geschichte. Mein Intercamp 355 wurde in Georgewitz-Bellwitz im VEB Oberlausitzer Stahl- und Fahrzeugbau gebaut. Seine Erstzulassung erhielt er genau 5 Tage vor meinem Geburtstag, wir sind also fast gleichaltrig. Primär wurden die Intercamps gebaut, um sie im nichtsozialistischen Wirtschaftsgebiet zu verkaufen um so wertvolle Devisen zu erhalten. Aber auch gutbetuchte DDR-Bürger konnten (theoretisch) so ein Teil für ab 11.000 Mark erstehen. Näheres dazu bei Wikipedia.
Der Aufbau des Intercamp besteht – im Gegensatz zu den meisten anderen Wohnwagen aus GFK-Formteilen und einer Isolierung aus PU-Schaum. Dadurch ergibt sich ein entscheidender Vorteil gegenüber Wohnwahgen in Holzrahmenkonstruktion: Er kann quasi nicht gammeln! Mir ist nur eine Schwachstelle bekannt, im Boden ist zwischen den GFK-Teilen eine Holzplatte einlaminiert. Ist das GFK irgendwo gerissen, dringt Feuchtigkeit ein und das Holz fängt an zu gammeln.

Eigentlich war ich auf der Suche nach einem QEK, vorzugsweise QEK Aero oder 325, notfalls auch ein Junior. Und so führte mich meine Suche auch nach Dessau zu einem Caravan-Händler. Dort stand ein QEK Junior, bei dem laut online-Anzeige nur 2 Holzplatten ausgetauscht werden müssten. Wie das aber so mit den Anzeigen ist, war das nur die halbe Wahrheit. Rost, Fäulnis und Mäusekot selbst in den oberen Staufächern waren die Realität. Ich fand mich schon damit ab, ein weiteres mal umsonst zig Kilometer gefahren zu sein, aber neben dem QEK stand er:

Intercamp 355S

Nun, er sollte doppelt so viel wie der QEK Junior kosten, ist dafür aber auch doppelt so groß und hat deshalb auch einige andere Vorzüge. So kann man zum Beispiel den großen Tisch im Heck als Bett umgebaut lassen, da es auch im Bug noch einen Tisch gibt, an dem man bequem mit 2 Personen sitzen kann. Außerdem im hart verhandelten Preis enthalten: ein Vorzelt.

Aber wie es bei einem so alten Wohnwagen nun mal ist, gab und gibt es einiges zu tun. Als erstes wurde eine grobe Reinigung innen und außen vorgenommen. Da der Winter vor der Tür stand, musste ich das Teil erst einmal winterfest machen. So wurde ein neues Dachfenster gebaut (das alte fehlte), die Heckscheibe mit Acrylkleber geklebt (hat einen langen Riss) und die Türdichtung erneuert. Danach habe ich die alte Elektroverteilung und den 12V-Trafo gegen weit modernere Teile, ebenso wie die Einspeise-Steckdose ausgetauscht. Kochmulde und Spülbecken wurden entfernt – gekocht wird draußen im Vorzelt oder unter freiem Himmel. Als nächstes, der größte Arbeitsbrocken: Das schleifen und lackieren sämtlicher Holzflächen. Als ich damit nach etlichen Wochen fertig war, ging es an die Stoffe. Gardinen, Vorhänge und Polsterbezüge wurden erst einmal gewaschen, auch wenn klar war, daß sie ersetzt werden, sollten sie doch als Vorlage dienen. Auch die muffigen Schaumstoffteile wurden gegen neue ausgetauscht. Ebenso wurden beide Tische ersetzt.

Ich werde hier nach und nach weitere Artikel zum Intercamp veröffentlichen. Bilder sind dann natürlich auch dabei!

US

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