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СЕTИ

Lampe Pigeon

Die Dame des Hauses suchte schon länger nach einer hübschen Petroleumlampe und auf dem letzten Nachtflohmarkt wurde sie fündig. Der Verkäufer ließ sich um gut 1/3 des von ihm gewünschten Preises herunterhandeln. Die Funzel war stark patiniert und der Runddocht ließ sich nicht mit dem Rädchen bewegen – aber das bekommen wir hin! Außerdem sollte es noch eine kleine Überraschung geben.

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Den darauffolgenden Sonntagvormittag verbrachte ich damit, den alten, völlig verharzten Docht aus der Lampe zu popeln. Den Nachmittag brauchten wir dann beide fürs Polieren. Dabei fiel mir erstmals de Beschriftung auf, die in die Lampe eingestanzt war. „Lampe Pigeion“ war dort unter anderem zu lesen und ich googelte danach.

Monsieur Charles Pigeon war ein französischer Unternehmer und Erfinder und eine seiner Erfindungen stand hier vor mir: Die Benzin-Sicherheitslampe (ha, von wegen Petroleum!). Seinerzeit war es scheinbar ein Problem, das umgefallene Peroleumlampen schnell einen heftigen Brand auslösen konnten. Herr Pigeon fand das wohl nicht witzig und benutzte einen gerollten Filz, den er in den Lampentank stopfte. Darin gebunden: das Benzin, welches nun nicht unkontrolliert bei einem Sturz auslaufen konnte. Das ließ er sich dann auch 1884 patentieren. Der Erfinder war von seinem Werk so überzeugt, das er zwischen 1900 und 1910 eine außergewöhnliche Garantie darauf gab. Sollte es jemand schaffen, die Lampe zur Explosion zu bringen, so erhalte Dieser von ihm 10.000 Francs (heute etwa 40.000€).

Da haben wir ja ein wirklich hübsches Stück Geschichte erworben!

US

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