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СЕTИ

Jippie-ah-yeah!

am 04. September 2010 unter WLAN abgelegt

Noch ein kleiner Fehler in meiner boerde.de WLAN-Anbindung ausgebügelt, noch etwas Hardware getauscht und siehe da:

Kleiner Tipp niemals 2 WLANs mit (fast) dem selben Kanal nebeneinander betreiben! 😉

Internetausbau Ortschaft Gerwisch

am 30. August 2010 unter Allgemein abgelegt

Es ist ja quasi gleich soweit. Nur noch mindestens 12 Monate und die Gemeinde Biederitz – zu der auch Gerwisch gehört – kann endlich schnell im Internet surfen. Bis jetzt ist es ja so, daß man in Gerwisch – wenn überhaupt – nur in den Genuss eines DSLlight Anschlusses mit 384Kbit/s der Deutschen Telebim kommt. Doch jetzt hat MDSL den Zuschlag für den Breitbandausbau bekommen. Diesem Unternehmen könnte man ja nun unendlich doll dankbar sein – wenn man nicht genauer drüber nachdenkt.

Soweit ich es verstanden habe, nutzt MDSL die „letzte Meile“ des rosa Riesen, muss also an selbigen eine Nutzungsgebühr abtreten. Für den Endkunden hat das allerdings den Vorteil, daß keine neuen Kabel in die eigenen 4 Wände gelegt werden müssen – es wird einfach die vorhandene Telefondose genutzt. Irgendwo war kürzlich zu lesen (ich weiss echt nicht mehr wo genau – Tipps?), daß MDSL jedem privaten Anschluss mindestens 2.000Kbit/s, und jedem gewerblichen Nutzer mindestens 6.000KBit/s zusichert. Das ist nicht gerade viel im Vergleich zu Möser (5km entfernt), wo man durch die Teledoof versorgt, mit bis zu 16.000Kbit/s im weltweiten Web surft. Denken wir lieber nicht an Magdeburg, wo MDCC seinen Kunden bis zu 33.000Kbit/s zur Verfügung stellt.

Zum zeitlichen Ablauf der ganzen Geschichte ist im Forum der Ortschaft Gerwisch folgendes Statement von MDSL zu lesen:

Jetzt klappt es über die Telekom Leitung, wobei in Gerwisch umfangreiche Tiefbau Arbeiten notwendig sein werden – nicht umsonst hat die DTAG nicht angeboten. Wir haben eine Formulierung, die auch in den Richtlinien steht. 12 Monate nach Vertragsunterzeichnung. Der Vertrag wird wohl bald unterschrieben, geplant Anfang September, somit September 2011.

Im September diesen Jahres beginnt dann die Detailplanung – 8 Wochen, Genehmigung Minimum – 4 Wochen, Ausschreibung Tiefbau – 4 Wochen, somit zu Weihnachten ca. entscheidet sich die Frage nach dem Winter. Ist der so wie der Letzte, geht es im April weiter, dann bis Juni Ausbau, Juli Technik, August Probleauf. Nun hoffen wir mal alle, dass es vielleicht keinen Dauerfrost und permanent Schnee gibt.

Mal ein Tip. Da wir ein Port Modell aufbauen, was eine bestimmte Anzahl an Ports für Gerwisch haben wird, haben Sie den Vorteil, dass Sie im ersten „Rutsch“ angeschlossen werden, wenn Sie sich bald listen lassen auf der Webseite unter Gebiete, Biederitz – gibt es eine Interessenten Liste. Hier der Link:
http://mddsl.eu/index.php?option=com_wrapper&Itemid=186

Ahja. September 2011 – wenn kein Winter kommt. Ich bin gespannt! Interessant ist, das MDSL nicht müde wird, auf das „Portmodell“ hin zu weisen. Man verbreitet die Geschichte von einer begrenzten Anzahl von Ports, die eventuell nicht für alle reichen. Das versteh ich jetzt aber nicht! Denn auf der Webseite Breitbandinitiative.de steht zu lesen:

Bis Ende 2010 sollen alle Haushalte in Deutschland mit einem Breitband-Internetanschluss versorgt werden können.

Gut, über die einjährige Verspätung blicken wir großzügig hinweg – auf den Trabi hat mal früher länger gewartet. Aber wie steht es den nun um die Versorgung? Alle Haushalte? Begrenzte Ports? Ich glaube, MDSL möchte einfach nur so früh wie möglich abschätzen, ob die Kalkulation aufgeht. Was ist da besser, als ein bisschen Panik zu verbreiten und schon mal die internetgeilen Bürger zusammenzutreiben und zu erfassen. Praktischerweise kann man sich bei der „Interessensbekundung“ (hier) gleich für einen Tarif und dessen Zusatzoptionen entscheiden, das macht die Kalkulation für MDSL einfacher.

Als erstes fällt mir auf, daß man die potentiellen Kunden möglichst lang binden will. Deswegen ist der Vertrag mit 36 Monaten (ich hab mal für euch nachgerechnet, das sind genau 3 Jahre) am günstigsten. Der Tarife „Country“ 2.000 / 9.000 / 18.000 kosten im Grundpreis 24,95€ / 29,95€ / 34,95€.
Wer seinen Vertrag für 3 Jahre abschließt bezahlt nix extra, bei einem 24-Monats-Vertrag kommen 3€/Monat und bei 12 Monaten kommen 6€ hinzu. Das sind je 72€ Mehrkosten.
Automatisch bekommt man gleich noch einen Festnetz-Anschluss auf Auge gedrückt, dort werden 1,7ct/Min. für nationale Festnetzgespräche und 17ct/Min. in deutsche Mobilfunknetze fällig.
Wer sich nicht für einen 36-Monats-Vertrag entscheidet, darf zusätzlich noch 4€/Monat für die Modemmiete berappen. Eine feste öffentliche IP kostet nochmals 3€/Monat. Zudem wird generell eine Anschlußgebühr von 79€ fällig. Wer zu blöd ist, das Modem an seinen PC zu stöpseln darf gern weitere 79€ für einen Servicetechniker ausgeben.

Somit ist jemand, der sich für den schnellsten Tarif und eine Vertragslaufzeit von 12 Monaten entscheidet jeden Monat 44,95€ los – und hat dabei noch kein einziges Telefonat geführt! Günstig ist anders!

Zum Vergleich:
Gerwisch liegt (wie sicherlich einigen meiner Lesern bekannt) im Versorgungsbereich des boerde.de e.V.
Boerde.de ist ein eingetragener Verein und kein gewinnorientiertes Unternehmen und versorgt seine Vereinsmitglieder mit Internet per Funk. Der Vereinsbeitrag beträgt 20€/Monat. Abgesehen davon bezahlt das Vereinsmitglied seine Hardware (Antenne/Empfänger) selbst. Das sind einmalig ca. 100€. Es gibt keine weiteren Kosten oder Verpflichtungen. Zudem kann man zum Ende des nächsten vollen Monats problemlos die Vereinsmitgliedschaft kündigen. Die Installation der Technik übernimmt ein anderes Vereinsmitglied – völlig kostenlos!

MDSL macht zudem auch keine konkreten Angaben über die tatsächlich zu erreichende Geschwindigkeit. Statt dessen findet mal folgenden Satz:

Da wir hierbei auf den letzten Meter der DTAG aufsetzen, ist eine abschließende Aussage der Versorgung und erzielbaren Bandbreite in den einzelnen Straßen erst nach Bestellung möglich.

Man kauft also die Katze im Sack! Ich werde mich jedenfalls nicht bei MDSL registrieren – zu teuer und zu schwammig!

Yesss!

am 01. August 2010 unter boerde.de, WLAN abgelegt

Noch einmal Schornstein besteigen, noch einmal Antenne ausrichten und dann:

Ich bin hoch zufrieden!

Wow!

am 25. Juli 2010 unter boerde.de, WLAN abgelegt

Jerry R. Ehmann war damals sichtlich überrascht, als er mit seinem Großen Ohr an der OSU ein Signal entdeckte, was sich deutlich vom Hintergrundrauschen abhob. Ähnlich ging es mir, als nach einer gut 12-Stündigen Bastelaktion mein WLAN-Empfang sich um gut 10db verbesserte und sich jetzt auch etwas deutlicher vom Hintergrundrauschen abhebt. Auch dadurch bedingt gibt es nun weniger Verluste.

Allen, den nun gar nicht wissen wovon ich hier texte sei gesagt, daß ich in einer Welt ohne schnelles, kommerzielles Internet lebe. In meinem Wahlheimatort ist maximal DSLlight (also theoretische 384kbit/s) verfügbar. Die Telebim kassiert für diese halbe DSL-Leistung trotzdem den vollen Preis. Während sich andere Anwohner damit zufrieden geben und die Gemeindeverwaltung auf die Breitband-Initiative hofft gibt es zum Glück auch Vereine die einfach handeln. So auch der Verein boerde.de e.V., der viele seiner Mitglieder mit schnellem Internet per Funk versorgt. Und so ist das auch in meinem Ort, nur dummerweise ist der Abstand von mir zum nächsten vereinseigenen Access-Point recht groß. So müssen 1,9km ohne Sichtverbindung überbrückt werden. Deswegen steht auf meinem Dach auch eine riesige 24dBi-Richtantenne. Die Verbindung zum Flächenstrahler des Access-Points (AP) war relativ stabil, aber das Signal sehr schwach. Seit gestern gibt es aber auf dem AP eine neue Richtantenne in meine Richtung. Jetzt kann ich auch mal ein Youtube-Video ohne Nachladepausen gucken. Ich erreiche jetzt Geschwindigkeiten, die mir nicht die Telebim und auch kein Handynetz-Surfstick so bald zur Verfügung stellen wird.

ohne Proxy:

mit Proxy:

Allerdings sind solche Tests immer mit Vorsicht zu betrachten. Es gibt zu viele Faktoren, die das Messergebnis negativ beeinflussen können.

Howto repair a slotted waveguide antenna

am 03. Januar 2010 unter WLAN abgelegt

Zwischen Weihnachten und Neujahr ist es passiert. Die User eines Access Points unseres Vereins in Magdeburg Süd hatten plötzlich kein Internet mehr. Bei Temperaturen unter Null Grad ist es sehr gefährlich auf dem Dach eines Fünfzehngeschossers. Vereiste 5 Meter hohe Leitern sind nicht lustig. Da sitzt man da oben auf der höchsten Spitze des Hochhauses und hat nichts übrig für das 360-Grad-Panorama über das nächtliche Magdeburg, denn man versucht fluchend den Trackpoint des Thinkpads mit einem eiskalten Zeigefinger zu bedienen. Denn nachdem die Fehlersuche am Access-Point und dessen WLAN-Karte nichts gebracht hat, wollten wir draußen das Kabel und die Antenne begutachten. Mit der Orinoco-Gold im Laptop empfing ich hier oben mehr als 25 WLANs, aber als ich die Slot-Antenne unseres APs anstöpselte war Ruhe – kein einziges Netz war zu hören. Das Antennenkabel schien in Ordnung, also musste die Antenne ein Problem haben. Wir demontierten sie und schleppten sie erst einmal ins Warme. Sylvio war schon dabei, bei einem großen internationalen Auktionshaus nach Ersatz zu suchen, doch uns beide interessierte auch die Funktionsweise der Antenne und vor allem was an dem Teil kaputt gehen kann. Also entschloss ich mich, sie mit nach Hause zu nehmen. Jetzt war die Antenne endlich aufgetaut und man hörte ordentlich Wasser drinnen plätschern. Nun begann ich sie zu demontieren.

Slot-Antenne, Wetterschutz entfernt

Zuerst einmal den Wetterschutz mit einem scharfen Cutter entfernen. Hier erkennt man nun die Öffnungen, durch die die Funkwellen aus dem Gehäuse austreten. Diese Antenne hat diese Öffnungen an zwei Seiten – strahlt also nach vorne und hinten. Dabei ist sie horizontal polarisiert.

Buchse mit Trichter, demontiert

Der freigelegte Trichter und der Bodenreflektor standen unter Wasser, so konnte die Antenne nicht mehr funktionieren. Das Entfernen des Wetterschutzes brachte wenig, aber ich konnte so die ca. 200ml Wasser herauslassen. Meine nächste Vermutung war, daß irgend etwas an der Buchse durch das Wasser abgegammelt war, deswegen bohrte ich die 4 Nieten auf, mit denen die Buchse befestigt ist. Zu meiner Überraschung ist an der Buchse hinten ein Trichter angelötet der seine Öffnung zum Antennenboden hat und so langsam wurde mir die Funktion der Antenne bewusst. Über das Antennenkabel und den Trichter werden die Wellen ins Innere der Antenne geleitet, vom Bodenreflektor und nach oben reflektiert. Das Antennengehäuse können die Wellen nur durch die Schlitze verlassen.

Trichter, gereinigt und lackiert

Da der Trichter stark angegammelt war habe ich ihn vorsichtig mit dem Dremel bearbeitet. Frisch poliert und mit Schutzlack konserviert sollte er wieder eine Weile seinen Dienst verrichten.

Entfernen der Klebereste

Das Entfernen der stinkenden Klebereste dauerte am längsten an der ganzen Aktion. Hier half keine Chemie, kein Spachtel und auch nichts anderes. Nur mit den Daumen konnte man die Reste des doppelseitigen Schaumgummi-Klebebands einigermaßen abbekommen. Nach 3,5 Stunden und 2 schmerzenden Daumen später war die Antenne wieder sauber.

Silikon zum abdichten

Da ich nicht meterweise vernünftiges Klebeband vorrätig hatte, entschied ich mich zur Silikonkartusche zu greifen. Nicht zu sparsam aufgetragen, damit es auch 100% dicht wird. Schließlich soll es ja wieder eine Weile halten.

Wieder dicht und einsatzbereit

Zum Schluß habe ich noch um den wieder aufgesetzten Wetterschutz noch beidseitig eine Silikonnaht gezogen – sicher ist sicher. Auf dem Bild sieht man, daß ich den Wetterschutz anders herum aufgesetzt habe, so habe ich mir das entfernen der Klebereste gespart. Und auf dem Dach eines 15ers geht es zum Glück nicht um Optik. 😉

Für die Anschlußbuchse habe ich in die Löcher der Nieten Gewinde geschnitten und die Buchse mit Schrauben befestigt. Hier ist unbedingt darauf zu achten, daß die Schrauben nicht zu weit in das Gehäuse ragen, damit sie nicht die Reflektion der Wellen stören. Auch um die Buchse habe ich noch Silikon gezogen.

Nun ist die Antenne wieder dicht und kann wieder montiert werden. Dazu gibt es noch etwas Text und ein paar Bilder in einem anderen Blog-Eintrag.