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am 29. Juni 2011 unter Allgemein abgelegt

Google ist toll und überrascht mich immer wieder.

Hilfe, mein Haus ist im Internet!

am 19. August 2010 unter Allgemein abgelegt

Nein, natürlich nicht meins, denn Google hat bis jetzt Sachsen-Anhalt scheinbar gekonnt umfahren. Und unsere „Straße“ würde eh nur zu verschwommenen Bildern führen. Mich beschäftigt seit Tagen die Frage, was 52% der Deutschen gegen Streetview haben. Wieso wollen sie ihre Hausfront nicht im Internet sehen, wobei man auf Satelliten- und Luftaufnahmen sogar in ihren Garten gucken kann? Hier mal ein kleines Beispiel. Dafür habe ich ein Haus im Londoner Außenbezirk Harrow gewählt, in dem ich selbst schon als Schüler ein paar Tage und Nächte verbracht hab.

Als erstes ein Satellitenbild vom Suchdienst Microsoft Bing. maps.bing.com bietet – genau wie google maps – Satellitenbilder aus so ziemlich jeder Ecke der Welt. In meinem Beispiel sind die Aufnahmen noch nicht mal besonders Detailreich. Zum Beispiel in Berlin sind Einzelpersonen recht gut erkennen. Das hier gezeigte Grundstück der Althorpe Road 27 ist nicht sonderlich groß, wäre einer vorhanden, würde man aber einen Pool erkennen.

Bildquelle: maps.bing.com

Das nächste Bild zeigt eine Luftaufnahme aus einem Flugzeug vom selben Grundstück. Auch dies Foto stammt von Bing. Das schöne an diesen Aufnahmen ist, daß man den Blickwinkel verändern kann. Somit ist es möglich, von Norden, Süden, Osten und Westen auf das Haus (oder in den Garten) zu sehen.

Bildquelle: maps.bing.com

Im letzten Bild seht ihr eine Aufnahmen von den berühmt, berüchtigten Google-Fahrzeugen.

Bildquelle: maps.google.com

Ein typisches Haus in dieser Gegend von London. In Harrow wohnt aus meiner Sicht die typische Mittelschicht. Keiner erwartet hier, daß der Rasen die Normhöhe hat, oder die Straße gefegt ist, oder die Gardinen alle gerade hängen. Aber genau da liegt wharscheinlich das Problem der eingangs erwähnten 52%. Warscheinlich haben sie Angst, daß der Arbeitskollege sieht das die Mülltonnen nicht in einer Reihe stehen, oder ein Gartenzwerg umgekippt ist. Aufgeputscht von den Medien regen sich Rentner über eine Sache auf, von der sie eigentlich gar nichts verstehen. Dabei stehen sie vor ihrer Hütte und lassen sich bereitwillig vom Zeitungsfritzen fotografieren – Klasse! Warum sie dagegen sind? Natürlich weil Gaby Dohm (66), die Schwester Christina aus der Schwarzwaldklinik das auch doof findet. Und Gabi kennt man schon seit Jahrzehnten, die war immer sympatisch und hatte sowieso meistens Recht.  Onkel Jürgen, Ehemann der milchspritzenden Doppel-D-Blondine hat im Kornfeld lebend nichts gegen Googles neuen Dienst. Aber fragt mal Oma Erna, die hat noch nie was von dem Drews gehalten.

Ich bin gespannt auf die ersten Bilder aus Magdeburg Neu-Olvenstedt, wenn die hiesige Wohnungsbagenossenschaft ganze Straßenzüge verpixeln lässt. Aber wer will dieses Elend überhaupt sehen. A propos sehen wollen… Mich würde mal interessieren, wie viele der 52% sich auch mal das Hotel des nächsten Sommerurlaubs am Strand von Rügen bei Google Streetview ansehen wollen. Wäre doch gut zu wiessen, ob es schon rein äußerlich eine Kaschemme ist oder nicht.

Ach ja, ganz zum Schluss möchte ich noch kurz auf Googles allerneuste Kampagne gegen die Privatsphäre hinweisen: Google Homeview